26. Juli 2026 · 17 min Lesezeit · Autor: Dominik Chmielnicki
Externe Marketingabteilung: Kosten, Modelle & Anbieterwahl
Marketing auslagern als externe Marketingabteilung: Vergleich von Aufgaben, Modellen, Kosten und Anbietern – inklusive Abgrenzung zur externen Marketingleitung.
Letzte Aktualisierung: 30. August 2026

Ziele, Owner, Agenturen, Sales-Feedback und Management-Entscheidungen für die ersten 90 Tage strukturieren.
Für Unternehmen mit bestehendem Umsatz, Budget und einer konkreten Führungsfrage.
Was ist eine externe Marketingabteilung?
Eine externe Marketingabteilung ist ein dauerhaft oder auf Zeit beauftragtes externes Team, das mehrere Marketingaufgaben übernimmt. Typische Leistungen sind Content, Paid Media, SEO, Social Media, Design, Website, Kampagnen und Reporting. Anders als ein einzelner Freelancer soll das Modell mehrere Disziplinen koordinieren und für das Unternehmen wie eine ausgelagerte operative Einheit arbeiten.
Der Begriff ist nicht geschützt. Manche Anbieter meinen damit ein Full-Service-Agenturpaket, andere flexible Marketingunterstützung und wieder andere strategische Führung. Entscheidend ist deshalb nicht das Etikett, sondern welche Rollen, Stunden, Entscheidungsrechte und Ergebnisse tatsächlich enthalten sind. Consulting Vision arbeitet als externe Marketingleitung beziehungsweise Fractional CMO: Wir führen das System und orchestrieren vorhandene Teams und Agenturen, statt jede Produktionsleistung selbst als All-in-one-Paket zu verkaufen.
| Modell | Hauptaufgabe | Entscheidungsrecht | Typischer Fit |
|---|---|---|---|
| Spezialist / Freelancer | einen klar definierten Kanal oder ein Projekt umsetzen | innerhalb eines engen Briefings | Strategie, Priorität und Qualitätskontrolle sind intern vorhanden |
| Marketingberatung | Diagnose und Empfehlung | meist beratend | klar begrenzte strategische Frage |
| Marketingagentur | mehrere Kanäle, Kampagnen oder Produktion umsetzen | innerhalb des Briefings | Strategie und Führung sind intern geklärt |
| Externe Marketingabteilung | mehrere operative Disziplinen dauerhaft abdecken | innerhalb definierter Ziele und eines vereinbarten Scopes | Umsetzungskapazität fehlt; Strategie und Führung sind intern geklärt |
| Externe Marketingleitung / CMO-as-a-Service | gesamtes Marketingsystem führen | Prioritäten, Budget, Team und Agenturen | Senior-Verantwortung fehlt, Vollzeitrolle ist noch nicht sinnvoll |
| Interim CMO | temporäre Executive-Rolle nahezu vollzeitig besetzen | meist volle operative Autorität | Vakanz, Transformation oder Turnaround |
| Interne Marketingleitung / CMO | dauerhafte tägliche Führung aufbauen | permanentes internes Mandat | Größe, Komplexität und Team rechtfertigen eine Festanstellung |
Externe Marketingabteilung oder externe Marketingleitung?
Beide Modelle sind extern, lösen aber unterschiedliche Engpässe. Die externe Marketingabteilung stellt in erster Linie Umsetzungskapazität bereit. Externe Marketingleitung übernimmt die Verantwortung dafür, was überhaupt umgesetzt wird, in welcher Reihenfolge, mit welchem Budget und anhand welcher wirtschaftlichen Kennzahlen. Ein Unternehmen kann beides kombinieren: eine externe Führungskraft steuert interne Mitarbeiter, eine externe Marketingabteilung und spezialisierte Agenturen.
| Entscheidungspunkt | Externe Marketingabteilung | Externe Marketingleitung |
|---|---|---|
| Primäres Ziel | operative Marketingkapazität bereitstellen | Marketing als Unternehmensfunktion führen |
| Typische Besetzung | Team aus Kanal- und Produktionsspezialisten | seniorige Marketingleitung oder Fractional CMO |
| Entscheidungsrecht | arbeitet innerhalb von Briefing und Scope | setzt Prioritäten und steuert Budget, Team und Agenturen |
| Bester Fit | kein oder zu kleines Umsetzungsteam, klare interne Führung | Umsetzer vorhanden, aber kein verantwortlicher Senior Owner |
| Wichtigste Kennzahlen | Output, Kanalperformance, Kampagnenergebnisse | Pipeline, Leadqualität, CAC, Deckungsbeitrag und Prioritätsfortschritt |
| Hauptrisiko | Full-Service-Versprechen ohne ausreichende Tiefe | Beratung ohne echtes Mandat und Entscheidungsrechte |
Wenn nicht operative Kapazität, sondern seniorige Marketingverantwortung fehlt, zeigt dieser Leitfaden Mandat, Kosten, Fit und den konkreten Start eines externen CMO.
Anbieter für externe Marketingabteilungen: Welche Modelle gibt es?
Die sichtbaren Anbieter verwenden denselben Begriff für unterschiedliche Leistungsmodelle. Die folgende Auswahl ist kein Qualitätsranking. Sie zeigt Beispiele mit öffentlich nachvollziehbarem Scope, Preis- oder Zielgruppenhinweis (Stand: 30. August 2026), damit Unternehmen nicht operative Umsetzung und verantwortliche Marketingführung als austauschbare Angebote vergleichen.
| Anbieterbeispiel | Öffentlich beschriebenes Modell | Typischer Fit | Vor Beauftragung prüfen |
|---|---|---|---|
| LEAD Industrie-Marketing | strategische Beratung und operative Umsetzung als externe Marketingabteilung; Fokus auf B2B, Industrie und Technologie | Unternehmen ohne eigene Marketingabteilung oder bestehende Teams, die dauerhafte B2B-Umsetzung aus einer Hand entlasten soll | konkretes Team im Mandat, enthaltene Disziplinen, Kapazität, Referenzen und wirtschaftliche Zielgrößen |
| VeeHub | Marketing as a Service ab veröffentlichten 2.799 Euro pro Monat; Strategie und Management plus optional operative Module | Unternehmen, die strategische Unterstützung und je nach Bedarf SEO, Paid Media, Tracking, Content oder weitere operative Module kombinieren möchten | Senior-Zeit, enthaltene Module und Stunden, Tool- und Mediakosten, Entscheidungsrechte und Kündigungslogik |
| Groenmate | flexibler Marketing-Retainer mit veröffentlichtem Einstieg ab 499 Euro pro Monat | kleiner, klar begrenzter laufender Bedarf, bei dem kein vollständiges Team und keine Executive-Führung eingekauft werden sollen | Stunden, Seniorität, Disziplinen, Produktionsumfang, Reaktionszeiten und Zusatzkosten |
| Schiebezimmer | ausgelagertes Marketingteam mit öffentlich dargestellten Spezialisten für Strategie, Content, SEO, Social, Web, Film, Fotografie und Design | inhabergeführte Unternehmen mit breitem Marken-, Kommunikations- und Umsetzungsbedarf; öffentlich genannter Fokus auf nachhaltige Unternehmen mit etwa 10 bis 80 Mitarbeitenden | verfügbare Kapazität je Rolle, Verantwortungsgrenzen, Deliverables, Leistungsnachweise und Vertragsmodell |
| Consulting Vision | externe Marketingleitung beziehungsweise Fractional CMO; keine vollständige operative Ersatzabteilung | profitable Unternehmen mit bestehendem Team, Agenturen und Budget, denen ein Senior Owner für Prioritäten, Allokation, Agentursteuerung, Reporting und Sales-Anbindung fehlt | echtes Entscheidungsmandat, Datenzugang, Executive-Sponsor, Rollen der vorhandenen Umsetzer und separat verbleibende Produktionsbudgets |
Wann Consulting Vision wirtschaftlich besser passt
Consulting Vision ist keine günstige Ersatzabteilung für Unternehmen, denen schlicht Hände für Content, Design oder Kampagnen fehlen. Der wirtschaftliche Vorteil entsteht dort, wo bereits Geld und Kapazität im System sind, aber Führung fehlt: Die Geschäftsführung ist faktisch CMO, mehrere Dienstleister arbeiten nebeneinander, Budgets werden historisch fortgeschrieben und Reports führen zu keinen verbindlichen Entscheidungen. Dann ist ein weiterer operativer Retainer meist günstiger auf der Rechnung, aber teurer im Gesamtsystem.
| Ausgangslage | Externe Marketingabteilung | Consulting Vision |
|---|---|---|
| Es fehlen operative Hände | starker Fit | kein sinnvoller Fit als alleinige Lösung |
| Team und Agenturen sind vorhanden, aber niemand führt sie | zusätzlicher Abstimmungsbedarf | starker Fit: ein Senior Owner verbindet alle Beteiligten |
| Budget wird ausgegeben, aber nicht nach Pipeline und Profitabilität gesteuert | optimiert meist den eigenen Scope | steuert Allokation und Stop-/Start-Entscheidungen über das Gesamtsystem |
| Die Geschäftsführung hängt in Kampagnen- und Agenturentscheidungen | benötigt weiterhin ein klares Briefing | übernimmt Priorisierung, Reviews und Dienstleisterführung |
| Vor einer Agenturverlängerung ist eine unabhängige Einordnung nötig | möglicher Interessenkonflikt bei Eigenleistungen | Deep Dive oder Audit trennt Diagnose von späterer Umsetzung |
| Eine dauerhafte interne CMO-Rolle ist bereits klar und ausgelastet | kann Umsetzung ergänzen | externe Führung sollte geordnet übergeben statt verlängert werden |
Wenn Hände fehlen, kaufen Sie Umsetzung. Wenn niemand entscheidet, welche Hände woran arbeiten und was gestoppt wird, kaufen Sie Führung.
Sieben Signale, dass nicht Ausführung, sondern Führung fehlt
- Die Geschäftsführung entscheidet weiterhin über Kampagnen, Dienstleister und Budgets im Tagesgeschäft.
- Agenturen liefern Reports, aber niemand leitet daraus verbindliche Stop-, Start- oder Budgetentscheidungen ab.
- Sales und Marketing bewerten Leadqualität unterschiedlich und es gibt keinen gemeinsamen Feedback-Rhythmus.
- Das Team arbeitet viel, kann aber die drei wichtigsten Wachstumsprioritäten nicht konsistent benennen.
- Website, Ads, Content und Vertriebsgespräche transportieren unterschiedliche Angebote oder Zielgruppen.
- Kennzahlen enden bei Traffic, Leads oder ROAS und werden nicht mit Pipeline, Deckungsbeitrag oder Umsatz verbunden.
- Ein Agenturwechsel erscheint attraktiv, obwohl Briefing, Positionierung und interne Ownership ungeklärt sind.
Welcher Scope ausgelagert werden sollte
Der Scope sollte nicht als lange Tätigkeitsliste formuliert werden, sondern als Set konkreter Entscheidungen und Führungsaufgaben. So lässt sich später prüfen, ob das Mandat tatsächlich Wirkung erzeugt.
| Bereich | Externe Marketingführung | Team / Agenturen | Geschäftsführung |
|---|---|---|---|
| Strategie und ICP | erarbeitet, schärft und hält Fokus | liefert Daten und Marktfeedback | bestätigt geschäftliche Trade-offs |
| 90-Tage-Prioritäten | setzt Reihenfolge und Stop-Liste | plant und realisiert | stellt Ressourcen und Mandat sicher |
| Budget | empfiehlt Allokation und steuert Abweichungen | meldet Kosten, Kapazität und Leistung | genehmigt wesentliche Investitionen |
| Kampagnen | definiert Brief, Ziel und Qualitätsstandard | produziert und optimiert | ist nicht im operativen Tagesgeschäft |
| Reporting | interpretiert Zahlen und trifft Entscheidungen | liefert belastbare Daten | prüft Wirkung auf Unternehmensziele |
| Team und Dienstleister | setzt Rollen, Rhythmus und Accountability | arbeitet innerhalb des Systems | entscheidet bei Personal- und Vertragsfragen |
Was intern bleibt, braucht eine klare Organisation: Formen, Rollen und Aufbaukosten einer eigenen Marketingorganisation im Überblick.
Was bewusst intern bleiben muss
- Unternehmensstrategie, Risikobereitschaft und finale Investitionsentscheidungen.
- Sensible Personalentscheidungen und die formale Arbeitgeberverantwortung.
- Produktwissen, Kundenzugang und ehrliches Sales-Feedback.
- Verbindliche Entscheidungen über Angebot, Preis und Geschäftsmodell.
- Ein Executive Sponsor, der Hindernisse beseitigt und das externe Mandat intern legitimiert.
Was kostet eine externe Marketingabteilung?
Veröffentlichte Einstiegspreise helfen nur, wenn sie innerhalb derselben Leistungskategorie verglichen werden. Ein kleiner operativer Retainer und eine externe Marketingabteilung unterscheiden sich bereits stark bei Stunden, Rollen und Disziplinen. Externe Marketingleitung ist nochmals eine andere Kategorie: Bezahlt werden nicht Produktionsstunden, sondern Senior-Verantwortung für Prioritäten, Budget, Team, Agenturen und wirtschaftliche Entscheidungen. Deshalb stehen die Consulting-Vision-Mandate bewusst nicht in derselben Preistabelle wie operative Einstiegspakete.
| Veröffentlichtes Angebotsbeispiel | Einstiegspreis | Was vor einem Vergleich geklärt werden muss |
|---|---|---|
| Flexibler Marketing-Retainer bei Groenmate | ab 499 Euro pro Monat | Stunden, Disziplinen, Seniorität, Produktionsumfang und Führungsverantwortung |
| Externe Marketingabteilung bei VeeHub | ab 2.799 Euro pro Monat | konkret enthaltene Rollen, verfügbare Kapazität, Kanäle, Entscheidungsrechte und Zusatzbudgets |
Der 90-Tage-Plan
- Tage 1 bis 15: Ziele, Zahlen, Kunden, Angebot, Funnel, Team, Agenturen und laufende Kosten sichtbar machen.
- Tage 16 bis 30: Führungsproblem, ICP, Entscheidungsrechte, KPI-Hierarchie und Stop-Liste festlegen.
- Tage 31 bis 60: wichtigste Maßnahmen neu briefen, Budget verschieben und Weekly Operating Rhythm etablieren.
- Tage 61 bis 75: Leadqualität, Pipeline, Conversion und wirtschaftliche Signale mit Sales und Finance bewerten.
- Tage 76 bis 90: Wirkung, offene Risiken und dauerhaftes Organisationsmodell entscheiden: verlängern, fokussieren, übergeben oder intern besetzen.
Anbieter vergleichen: zwölf Fragen vor der Beauftragung
- Welche Entscheidungen darf die externe Führung selbst treffen?
- Wie viel echte Senior-Zeit und welche Taktung sind verbindlich enthalten?
- Wer führt interne Rollen, Agenturen und Freelancer?
- Welche Deliverables entstehen bis Tag 15, 30, 60 und 90?
- Wie werden Marketingziele mit Pipeline, Umsatz oder Profitabilität verbunden?
- Welche Datenzugänge werden benötigt und wer verantwortet Datenqualität?
- Welche Leistungen sind ausdrücklich nicht im Retainer enthalten?
- Wie werden Interessenkonflikte bei empfohlenen Agenturen oder Tools verhindert?
- Welche vergleichbaren Führungssituationen hat der Anbieter bereits gelöst?
- Wie sehen Weekly, Monthly und Quarterly Reviews konkret aus?
- Welche Kündigungs-, Übergabe- und Dokumentationsregeln gelten?
- Woran wird nach 90 Tagen entschieden, ob das Mandat funktioniert?
Häufige Fehlkäufe
- Beratung als Führung einkaufen — Ein Monatsmeeting mit Empfehlungen ist kein Führungsmandat. Prüfen Sie Entscheidungsrechte, Taktung und konkrete Umsetzungssteuerung.
- Den billigsten Tagessatz vergleichen — Wirtschaftlichkeit entsteht nicht durch günstige Stunden, sondern durch bessere Prioritäten, weniger Fehlbudget und schnellere Entscheidungen.
- Ausführung im Retainer verstecken — Media, Content, Design, Entwicklung und Tools müssen separat sichtbar sein, damit Scope und Leistung vergleichbar bleiben.
- Keinen internen Sponsor benennen — Ohne Executive Sponsor kann eine externe Rolle Konflikte erkennen, aber Budgets, Rollen und Prioritäten nicht wirksam verändern.
- Ohne Zielzustand verlängern — Nach 90 Tagen muss klar sein, was aufgebaut, gestoppt, übergeben oder intern besetzt wird.
Diagnose
Schnelldiagnose: Ist ausgelagerte Marketingführung der nächste Schritt?
0 / 6 · Schwelle: 3
So rechnen Sie den Business Case
Vergleichen Sie das Honorar nicht nur mit einem Gehalt. Stellen Sie ihm die Kosten des ungelösten Führungsproblems gegenüber: Managementzeit, unkoordiniertes Agenturbudget, zu viele parallele Initiativen, langsame Entscheidungen, schlechte Leadqualität und verlorene Pipeline. Ein Mandat ist wirtschaftlich, wenn die zusätzlichen Entscheidungen und vermiedenen Fehlkosten seinen Gesamtaufwand übersteigen.
Business Case = vermiedene Fehlkosten + zusätzlicher Deckungsbeitrag + freigesetzte Managementzeit minus Mandats- und Umsetzungskosten.
Häufige Fragen
- Ist Consulting Vision eine externe Marketingabteilung? +
- Nicht im Sinne einer Full-Service-Agentur, die jede Produktionsleistung selbst verkauft. Consulting Vision arbeitet als externe Marketingleitung beziehungsweise Fractional CMO und führt vorhandene Mitarbeiter, Freelancer und Agenturen. Das passt besonders, wenn Umsetzung bereits vorhanden ist, aber ein verantwortlicher Senior Owner fehlt.
- Warum kostet externe Marketingleitung mehr als ein kleiner Marketing-Retainer? +
- Weil unterschiedliche Leistungen gekauft werden. Ein operativer Retainer finanziert definierte Stunden oder Maßnahmen. Externe Marketingleitung übernimmt Verantwortung für Prioritäten, Budgetallokation, Team- und Agenturführung, wirtschaftliche Kennzahlen und Executive Reviews. Der Business Case wird deshalb gegen Fehlbudget, Managementzeit und verlorene Pipeline gerechnet, nicht gegen Produktionsstunden.
- Wann sollte ein Unternehmen nicht Consulting Vision wählen? +
- Wenn ausschließlich Content, Design, Website oder Kampagnenproduktion fehlt und Strategie sowie Führung intern bereits klar sind. In diesem Fall ist eine spezialisierte Agentur, ein Freelancer oder eine externe Marketingabteilung die passendere und meist günstigere Lösung.
- Was ist eine externe Marketingabteilung? +
- Eine externe Marketingabteilung ist ein ausgelagertes Team, das mehrere wiederkehrende Marketingdisziplinen für ein Unternehmen übernimmt. Welche Rollen, Stunden und Entscheidungsrechte enthalten sind, ist je Anbieter unterschiedlich und muss im Vertrag konkret benannt werden.
- Was kostet eine externe Marketingabteilung? +
- Öffentlich genannte Einstiegspreise reichen von kleinen operativen Retainern ab 499 Euro pro Monat bis zu als externe Marketingabteilung angebotenen Modellen ab 2.799 Euro pro Monat. Diese Einstiegspreise sind wegen unterschiedlicher Rollen, Stunden und Leistungen nicht direkt vergleichbar. Media, Produktion, Tools und Führung können zusätzlich anfallen.
- Was ist der Unterschied zwischen externer Marketingabteilung und externer Marketingleitung? +
- Eine externe Marketingabteilung liefert vor allem operative Kapazität in mehreren Disziplinen. Externe Marketingleitung setzt Strategie, Prioritäten und Budget, führt interne und externe Umsetzer und verbindet Marketingentscheidungen mit Pipeline, Umsatz und Profitabilität.
- Kann eine externe Marketingabteilung eine Agentur ersetzen? +
- Sie kann mehrere Agentur- und Freelancerleistungen bündeln. Sie ersetzt aber keine klare Führungsfunktion, wenn niemand intern oder extern Ziele, Prioritäten, Budgets und Qualitätsstandards verbindlich steuert.
- Was kann ein Unternehmen im Marketing auslagern? +
- Auslagern lassen sich einzelne Kanäle wie Paid Media, SEO oder Content, die koordinierte operative Umsetzung mehrerer Kanäle oder die Führung der gesamten Marketingfunktion. Je mehr Verantwortung extern liegt, desto wichtiger werden Entscheidungsrechte, Datenzugang, Reporting und ein interner Executive Sponsor.
- Was bedeutet es, die Marketingleitung zu outsourcen oder Marketingführung auszulagern? +
- Die Marketingleitung zu outsourcen bedeutet, dass eine externe Senior-Person Strategie, Prioritäten, Budgetlogik, Team- und Agenturführung sowie den Entscheidungsrhythmus übernimmt. Das ist mehr als Beratung oder einzelne Kampagnenausführung; Produktwissen, Kundenzugang und finale Investitionsentscheidungen bleiben dennoch im Unternehmen.
- Sollten wir das komplette Marketing auslagern? +
- Nur wenn intern ein klarer Executive Sponsor, Produktwissen, Kundenzugang und finale Investitionsentscheidungen erhalten bleiben. Meist ist ein hybrides Modell stärker: externe Führung steuert Prioritäten und Spezialisten, während geschäftskritisches Wissen und ausgewählte Rollen im Unternehmen bleiben.
- Was kostet ausgelagerte Marketingführung? +
- Der Preis hängt von Scope, Senior-Zeit, Taktung und Verantwortung ab. Bei Consulting Vision startet der Deep Dive einmalig ab 4.500 Euro netto und laufende CMO-Führung ab 8.000 Euro netto monatlich. Media und Produktion sind separate Budgets.
- Ist ausgelagerte Marketingführung dasselbe wie ein Fractional CMO? +
- Oft werden die Begriffe ähnlich verwendet. Entscheidend ist nicht das Label, sondern ob die Rolle echte Entscheidungsrechte, laufende Führungsverantwortung und einen klaren Operating Rhythm besitzt.
- Ersetzt externe Marketingleitung unsere Agentur? +
- Nicht zwingend. Sie entscheidet, welche Agenturen und Spezialisten gebraucht werden, briefed sie, bewertet ihre Leistung und verbindet ihre Arbeit mit Unternehmenszielen.
- Wann ist eine Vollzeitbesetzung sinnvoller? +
- Wenn dauerhaft tägliche Führung nötig ist, Team und Budget groß genug sind und das Stellenprofil klar definiert ist. Ein externes Mandat kann dieses Zielbild zuvor aufbauen.
- Wie lange sollte das erste Mandat dauern? +
- 90 Tage sind ein sinnvoller Mindestzyklus für Diagnose, Führungsrhythmus und erste belastbare Entscheidungen. Danach sollte bewusst verlängert, fokussiert, übergeben oder beendet werden.
- Woran erkennen wir einen guten Anbieter? +
- An klaren Entscheidungsrechten, konkreten 30/60/90-Tage-Deliverables, transparenter Senior-Kapazität, getrennten Produktionsbudgets, Executive Reporting und einem dokumentierten Übergabeplan.
Quellen und weiterführende Einordnung
- LEAD Industrie-Marketing: Marketing-Outsourcing als externe Marketingabteilung
- VeeHub: Externe Marketingabteilung – Modell und veröffentlichter Einstiegspreis
- Groenmate: Marketing auslagern – Leistungen und veröffentlichte Einstiegspreise
- schiebezimmer: Externe Marketingabteilung – Team, Leistungsfelder und öffentlich beschriebener Zielgruppen-Fit
- Bitkom 2026: Marketing im digitalen Wandel
- AIMP Marktstudie DACH 2024/25 zum Interim Management
- DDIM Interim Management Report 2025
- Consulting Vision: Mandatsmodelle und veröffentlichte Preise
- Consulting Vision: Externe Marketingleitung Kosten
- Consulting Vision: CMO einstellen oder extern
Weiterlesen
- CMO-as-a-Service: Scope, Ablauf und Fit
- Externe Marketingleitung: Kosten vergleichen
- CMO vs. Agentur vs. Inhouse
- Wenn die Agentur keine Ergebnisse liefert
- Marketingorganisation im Mittelstand aufbauen
- Zusammenarbeit mit Marketingagentur strukturieren
- Marketingagentur steuern: Governance und Eskalation
- Interne und externe Marketingführung als Vollkostenmodell vergleichen
- Marketing-Reifegrad bestimmen: 5 Stufen für den Mittelstand
- Case Study: Code Natura von ca. 50.000 auf 150.000 € Monatsumsatz
- Marketingbudget berechnen: Rechner und Entscheidungslogik
Der Reality Check zeigt, ob ein Audit, ein Spezialist, externe Führung oder eine interne Besetzung der sinnvollste nächste Schritt ist.
