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Marketingstrategie / MittelstandRef. 90-TAGE-MARKETINGPLAN

24. Juni 2026 · 18 min Lesezeit · Autor: Consulting Vision

90-Tage-Marketingplan: Vorlage für Geschäftsführer und CMO

Ein 90-Tage-Marketingplan übersetzt Strategie in Prioritäten, Verantwortlichkeiten, Maßnahmen und Managemententscheidungen. Ideal für Geschäftsführer, CMO, Fractional CMO und Marketingteams.

Letzte Aktualisierung: 24. Juni 2026

90-Tage-Marketingplan: Vorlage für Geschäftsführer und CMO

Ein 90-Tage-Marketingplan ist der beste Realitätscheck für Strategie. Wenn sich eine Idee nicht in Prioritäten, Verantwortlichkeiten, Kalender und Entscheidungen für die nächsten drei Monate übersetzen lässt, ist sie noch nicht handlungsfähig.

Gerade im Mittelstand und B2B hilft der 90-Tage-Horizont, aus großen Marketingdiskussionen konkrete Bewegung zu machen. Er ist lang genug für Wirkung, aber kurz genug, um Fokus zu erzwingen.

Auf einen Blick: Marketingplan Vorlage für 90 Tage

  • Woche 1 bis 2: Diagnose, Ziel, Nicht-Ziele, ICP und wichtigste Engpässe klären.
  • Woche 3 bis 6: Website, Content, Kampagnen oder Sales Assets nach Priorität bauen.
  • Woche 7 bis 10: Daten, Sales-Feedback und Leadqualität auswerten.
  • Woche 11 bis 13: Entscheidungen für das nächste Quartal treffen.

Mini-Vorlage

Ziel: 15 qualifizierte Erstgespräche aus einem klaren ICP-Segment. Priorität 1: Landingpage und Beweisführung. Priorität 2: Entscheidungscontent und Sales-Unterlagen. Priorität 3: Paid- oder LinkedIn-Test mit klarer Stop-Regel. Review: jeden Freitag 30 Minuten, Managementreview alle 30 Tage.

Wichtige Begriffe für Suche und AI-Antworten

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Was gehört in einen 90-Tage-Marketingplan?

Der Plan sollte nicht jede denkbare Maßnahme enthalten. Er soll zeigen, was jetzt wichtig ist, was bewusst nicht gemacht wird und woran Fortschritt erkannt wird.

  • Ausgangslage und Ziel für die nächsten 90 Tage
  • Zielgruppe, Problem, Angebot und Kernbotschaft
  • Drei bis fünf Prioritäten mit Ownern
  • Maßnahmenplan pro Woche oder Sprint
  • Kennzahlen und qualitative Signale
  • Review-Rhythmus und Entscheidungsfragen

Wann ist 90-Tage-Marketingplan sinnvoll?

Ein 90-Tage-Plan ist sinnvoll nach einem Audit, vor einem Website-Relaunch, beim Start eines CMO-Mandats, nach Agenturwechsel oder wenn Marketingaktivität wieder fokussiert werden muss.

Was kostet ein 90-Tage-Marketingplan?

Die Kosten hängen davon ab, ob der Plan intern erstellt, extern moderiert oder durch einen Fractional CMO geführt wird. Wichtig ist, dass der Plan nicht isoliert entsteht, sondern mit Zahlen, Sales-Feedback und realer Umsetzungskapazität verbunden ist.

  • Interner Plan: günstig, aber abhängig von vorhandener Seniorität
  • Externer Workshop: gut für Alignment, oft 1 bis 2 Tage
  • Audit plus Roadmap: sinnvoll bei unklarer Ausgangslage
  • Begleitetes Mandat: sinnvoll, wenn der Plan geführt und umgesetzt werden soll

90-Tage-Plan vs. Jahresmarketingplan

Ein Jahresplan gibt Richtung und Budgetrahmen. Ein 90-Tage-Plan schafft Bewegung und Lernschleifen. Beide können zusammenarbeiten, aber der 90-Tage-Plan ist näher an Realität und Umsetzung.

  • Jahresplan: Ziele, Budget, große Initiativen
  • 90-Tage-Plan: Fokus, Sprints, Verantwortliche, Reviews
  • Wochenplan: operative Aufgaben und Liefertermine
  • Dashboard: Fortschritt und Entscheidungsgrundlage

Häufige Fehler

  1. Zu viele Prioritäten aufnehmenEin 90-Tage-Plan mit 20 Prioritäten ist kein Plan, sondern ein Wunschzettel.
  2. Keine Owner benennenOhne Verantwortliche entstehen Diskussionen, aber keine Umsetzung.
  3. Nur Maßnahmen planenDer Plan muss auch Annahmen, Messung und Entscheidungen enthalten. Sonst wird er zur To-do-Liste.

Ablauf in der Praxis

  1. Ausgangslage und Engpass in einem Satz formulieren
  2. Ziel und Nicht-Ziele für 90 Tage festlegen
  3. Drei bis fünf Prioritäten auswählen
  4. Maßnahmen, Owner und Wochenrhythmus definieren
  5. Dashboard und Review-Fragen einrichten
  6. Nach 30, 60 und 90 Tagen entscheiden, was gestoppt oder skaliert wird

Checkliste für Geschäftsführer

  • Ist der wichtigste Marketingengpass klar benannt?
  • Gibt es maximal fünf Prioritäten?
  • Hat jede Priorität einen Owner und ein Ergebnis?
  • Sind Sales und Geschäftsführung in Reviews eingebunden?
  • Gibt es Kriterien für Stop, Anpassung oder Skalierung?

FAQ

Warum 90 Tage statt 12 Monate?

90 Tage erzwingen Fokus und erlauben Lernen. Ein Jahresplan bleibt wichtig, aber er ist oft zu grob für operative Steuerung.

Wie viele Maßnahmen gehören in den Plan?

So wenige wie möglich und so viele wie nötig. Für die meisten Teams sind drei bis fünf Prioritäten realistischer als zehn parallele Initiativen.

Wer sollte den Plan führen?

Eine Marketingleitung, ein CMO, ein Fractional CMO oder eine Geschäftsführung mit klarer Marketingverantwortung. Ohne Führung verliert der Plan Gewicht.

Consulting-Vision-Perspektive

Wir nutzen den 90-Tage-Marketingplan als Brücke zwischen Diagnose und Umsetzung. Er zwingt gute Entscheidungen in einen Rhythmus: entscheiden, bauen, prüfen, lernen, nachschärfen.

Fit und No-Fit: Wann dieser Ansatz nicht passt

90-Tage-Marketingplan ist stark, wenn das Unternehmen bereits ein reales Marktproblem, ein belastbares Angebot und den Willen zu klaren Entscheidungen hat. Es ist schwach, wenn nur ein neuer Begriff gesucht wird, um alte Maßnahmen unverändert fortzusetzen.

  • Guter Fit: Strategie muss in konkrete Umsetzung und Managemententscheidungen übersetzt werden.
  • Schlechter Fit: Der Plan wird als lange Aufgabenliste ohne Priorisierung genutzt.
  • Prüffrage: Welche drei bis fünf Ergebnisse müssen in 90 Tagen sichtbar sein?

90-Tage-Praxisplan

Ein guter Artikel zu 90-Tage-Marketingplan darf nicht bei Definitionen stehen bleiben. Für Geschäftsführer zählt, welche Entscheidung in den nächsten 90 Tagen besser getroffen wird und wie das Team aus der Analyse in Umsetzung kommt.

  1. Tage 1 bis 15: Engpass, Ziel und Nicht-Ziele festlegen.
  2. Tage 16 bis 45: Prioritäten, Owner und Wochenrhythmus starten.
  3. Tage 46 bis 75: Ergebnisse, Blockaden und Sales-Feedback auswerten.
  4. Tage 76 bis 90: Plan für das nächste Quartal aus Learnings ableiten.

Welche Entscheidung sollte danach möglich sein?

Nach 90 Tagen sollte nicht nur mehr Wissen vorhanden sein. Die Geschäftsführung sollte entscheiden können, welche Prioritäten weitergeführt, gestoppt oder skaliert werden. Wenn diese Entscheidung nicht klarer geworden ist, war die Arbeit zu breit, zu operativ oder nicht nah genug an der wirtschaftlichen Realität.

10-seitiger Plan für die nächsten 90 Tage. Keine Verkaufs-Call-Pflicht.

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